In den letzten 10 Jahren waren wir als Poesis - in unterschiedlichen Konstellationen - immer wieder im Silicon Valley, um uns vor Ort mit aktuellen Entwicklungen zu beschäftigen und die zugrundliegenden Systeme kennenzulernen.
Was waren die Themen und was ist aus diesen geworden, was haben wir gelernt und warum fahren wir auch weiterhin immer wieder hin?
2016 ging es vor allem um drei Themen:
Egal bei welcher der großen Tech-Companys wir im Executive Briefing Center gesessen haben (Oracle, VMware, Apple,…) es ging immer um die Zukunft in der Cloud. Tesla war das Statussymbol auf den Straßen und die noch sehr protoypenhaften "self-driving-vehicles" wurden auch von uns geradezu gejagt (natürlich nur, um ein Foto zu machen). Bei Google haben wir (dank Andreas Wendel, der damals noch bei Google war) nicht nur die Chance bekommen, uns in die ersten selbstfahrenden Autos zu setzen, sondern Google hat uns auch deren Collaboration-Plattform gezeigt. Ich erinnere mich an einen Googler, der uns erklärt hat: ich bin bei Google, weil wir hier immer mit den absolut neuesten und besten Tools arbeiten. Der Google Campus in Mountain View erschien uns wie ein irdischer Garten Eden: Lauter junge, hochbegabte Leute, die an coolen Projekten arbeiten, sich auf Kosten der Firma gesund ernähren, in den Pausen Beach-Volleyball spielen und sich danach am Arbeitsplatz massieren lassen.
Übrigens: Sebastian Kurz war gleichzeitig mit uns in San Francisco. Getroffen haben wir ihn nicht, weil wir noch den Jetlag verarbeiten mussten. Open Austria wurde gegründet, wir waren mit die ersten Besucher.
Uns war nach der Reise klar: Die Frage, ob wir in die Cloud wollen oder nicht spielt überhaupt keine Rolle. Die damals in Europa noch enthusiastisch geführte Diskussion Cloud vs. On premise ist obsolet. Entschieden von den großen Playern, die ihre Entwicklungsmilliarden in das "Software as a Service"-Modell gesteckt haben. Für uns war auch klar, die Zukunft der Mobilität ist elektrisch und "Der letzte Führerscheinneuling ist bereits geboren" (©Mario Herger). Aber, es war auch klar, dass es dennoch dauern wird, bis diese Fahrzeuge auf der Straße sind, denn "The devil is always in the details".
In unserer Beratungspraxis hat die Erfahrung z.B. dazu geführt, dass wir die Diskussion Cloud vs. On prem sehr aktiv geführt haben und unseren Kunden klar empfohlen haben, die Cloudlösungen zu akzeptieren. Das hat einigen den mitunter sehr teuren Umweg über On-premise-Lösungen erspart, die dann wenig Jahre nach Einführung abgelöst werden mussten.
2017 waren wir zum ersten Mal mit einer Gruppe von Unternehmen aus Vorarlberg in der Bay Area unterwegs. Die Cloud-Story war durch, Teslas dominierten das Straßenbild und die Jagd nach "Selbstfahrern" war langweilig, weil sie an jeder Ecke zu finden waren. @Mario Herger hat uns damals erzählt, dass rund 40 Firmen an autonomen Fahrzeugen arbeiten.
Das neue Thema war bereits die Artificial Intelligence (AI) - noch in der klassischen Form und mit dem Fokus auf Mustererkennung und Predictive Maintanance. Die Frage nach der "singularity" machte die Runde, so wurde von den Locals der (noch in der Zukunft liegende) Zeitpunkt bezeichnet, ab dem die künstliche Intelligenz sich selber weiterentwickelt - ohne menschliches Zutun. Damals haben wir uns auch intensiv mit dem "Silicon Valley Mindset" einerseits und der Finanzierung der aus diesem Mindset resultierenden "Start-ups" beschäftigt. Konzeptionell war "Design Thinking" in aller Munde. Uns hat es der Design-Double-Loop angetan (und tut es noch).
Das wichtigste Takeaway 2017 war sicher das vertiefte Verständnis des Ökosystems Silicon Valley, das geprägt ist von einem endlosen Zustrom an hochbegabten und engagierten Menschen, die dort alles finden, was es für Innovation und Wachstum braucht: die Unterstützung andere Menschen, Institutionen, Technologie, Raum (und Zeit), Lebensstil und Lebensqualität, Offenheit,… und schier unerschöpfliche Mengen an Venture Capital, das gefühlt für jede noch so verrückt scheinende Idee aufgetrieben werden kann. Der Hexenkessel Silicon Valley wird vom (billigen?) Geld befeuert.
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